{"id":978,"date":"2008-10-31T14:23:35","date_gmt":"2008-10-31T13:23:35","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin.multisite.julis.de\/?post_type=resolution&amp;p=978"},"modified":"2008-10-31T14:23:35","modified_gmt":"2008-10-31T13:23:35","slug":"die-energie-der-zukunft","status":"publish","type":"resolution","link":"https:\/\/regio.julis.de\/berlin-alt\/beschlusssammlung\/die-energie-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Die Energie der Zukunft"},"content":{"rendered":"<div id=\"toc\" class=\"toc\">\n<div id=\"toctitle\">\n<h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-1\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Vorwort\"><span class=\"tocnumber\">1<\/span><span class=\"toctext\">Vorwort<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-2\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Elektrischer_Strom\"><span class=\"tocnumber\">2<\/span><span class=\"toctext\">Elektrischer Strom<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-3\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Versorgung\"><span class=\"tocnumber\">3<\/span><span class=\"toctext\">Versorgung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-4\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Kernenergie\"><span class=\"tocnumber\">4<\/span><span class=\"toctext\">Kernenergie<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-5\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Der_Strommarkt\"><span class=\"tocnumber\">5<\/span><span class=\"toctext\">Der Strommarkt<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-6\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Fossile_Brennstoffe\"><span class=\"tocnumber\">6<\/span><span class=\"toctext\">Fossile Brennstoffe<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-7\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Bio-Kraftstoffe\"><span class=\"tocnumber\">7<\/span><span class=\"toctext\">Bio-Kraftstoffe<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1 tocsection-8\"><a href=\"http:\/\/programmatik.julis-berlin.de\/index.php\/Die_Energie_der_Zukunft#Energie_und_Gesellschaft\"><span class=\"tocnumber\">8<\/span><span class=\"toctext\">Energie und Gesellschaft<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h2><span id=\"Vorwort\" class=\"mw-headline\"><u>Vorwort<\/u><\/span><\/h2>\n<p>In Zeiten starker wirtschaftlicher und technologischer Entwicklung nimmt das Thema Energie einen immer gr\u00f6\u00dferen Stellenwert in der Gesellschaft ein. Der Bedarf und zugleich die Abh\u00e4ngigkeit von Energieversorgung steigen stetig. Dabei nimmt auch die Komplexit\u00e4t des Energiebedarfs st\u00e4ndig zu. Dies f\u00fchrt zu einer wachsenden Logistik, der Erschlie\u00dfung immer neuer Energiequellen und somit einer globalen Energiewirtschaft, die zugleich hoch entwickelt aber auch sensibel ist.<\/p>\n<p>Je mehr die Entwicklung fortschreitet, umso mehr Macht liegt auch in der Hand der Menschen. Das bedeutet, dass die Gefahr f\u00fcr Menschheit und Umwelt heute enorm gro\u00df ist. Gleichzeitig steigt damit die Verantwortung des Menschen gegen\u00fcber seiner Umwelt. Technischer Fortschritt stellt somit nicht nur Gefahr sondern auch Chance dar. Liberale Politik muss den Anspruch haben, unter Nutzung der vorhandenen M\u00f6glichkeiten Risiken zu begrenzen, Chancen zu nutzen und dadurch ein verantwortungsvolles Miteinander von Mensch und Umwelt auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen zu garantieren.<\/p>\n<h2><span id=\"Elektrischer_Strom\" class=\"mw-headline\"><u>Elektrischer Strom<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Elektrischer Strom ist eine der elementarsten und wichtigsten Energiequellen. Dabei geht es nicht nur um die \u00f6rtliche Stromversorgung von Millionen von Haushalten, sondern auch um die Gew\u00e4hrleistung der Energiezufuhr f\u00fcr z.B. die Schwerindustrie und den Bahnverkehr. Die Versorgung dieser Gro\u00dfverbraucher \u00fcbersteigt den einfachen Haushaltsbedarf sehr. Deshalb sind Visionen der Abschaltung aller Kraftwerke unrealistisch und verantwortungslos. Die einfache Forderung, Energie zu sparen, kann hier vielleicht dem Privathaushalt helfen, ist jedoch auf Gro\u00dfverbraucher bezogen nicht realisierbar und zeugt von Kurzsichtigkeit und Unverstand seitens derer, die diese Forderung vertreten. Sinnvoller sind daher Einsparma\u00dfnahmen, die sich auf Weiterentwicklung und Fortschritt begr\u00fcnden. Energiesparlampen, moderne K\u00fchlschr\u00e4nke, Waschmaschinen und Heizsysteme zeigen deutlich, wie durch intelligente Weiterentwicklung Produkte ohne Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen im Laufe der Zeit immer energieeffizienter und damit umweltfreundlicher werden. Oft ger\u00e4t jedoch das Einsparpotential an seine wirtschaftlichen und technischen Grenzen. Hier muss darauf geachtet werden, dass die dazu notwendige Energie effektiv verwendet und umwelt- und ressourcenschonend bereitgestellt wird.<\/p>\n<h2><span id=\"Versorgung\" class=\"mw-headline\"><u>Versorgung<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Wir haben in Deutschland und Europa einen Energiemix bei der Stromversorgung. Dabei wird Strom zum Teil aus fossilen Brennstoffen (Kohle, Gas und \u00d6l) und zum anderen aus nat\u00fcrlichen Quellen (Wasser, Wind, Sonnenenergie, Gezeitenenergie und Erdw\u00e4rme) gewonnen. Hinzu kommt ein Anteil erneuerbarer Energien wie zum Beispiel Holz, Biomasse und pflanzlichen Brennstoffen. Einen weiteren Anteil macht die Stromerzeugung aus radioaktiven Kernbrennelementen in Kernkraftwerken aus. Auf mittlere Sicht wird weiterhin eine Energieerzeugung aus verschiedenen Quellen notwendig sein, um den gesamten Strombedarf zu decken. Dabei sind zweifellos die nat\u00fcrlichen Energiequellen wie Wasser, Wind und Sonnenenergie die nachhaltigsten und umweltfreundlichsten. Wo immer es langfristig technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte der Anteil dieser Energiequellen erh\u00f6ht werden. Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass z.B. Solarzellen in ihrer Herstellung viel Energie verbrauchen, und daher vor dem Bau sorgf\u00e4ltig ein Kosten-Nutzen-Vergleich durchgef\u00fchrt wird. Auf sehr lange Sicht soll die Effizienz der Nutzung von zukunftsf\u00e4higen regenerativen Energien wichtigste Priorit\u00e4t haben, da diese die einzige wirklich zukunftsf\u00e4hige Energiequelle ist, wenn in Zukunft fossile Brennstoffe nicht mehr verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir werden noch lange fossile Brennstoffe ben\u00f6tigen. Ob diese jedoch zur Stromerzeugung verwendet werden sollten, ist fraglich. Gerade die Stromerzeugung aus Erd\u00f6l soll so schnell wie m\u00f6glich abgebrochen werden. Erd\u00f6l ist knapp, wird stetig teurer und ist Rohstoff f\u00fcr Kunststoffe, Arzneimittel und Kraftstoffe. Wir sollten Erd\u00f6l sinnvoller verwenden als es zur Stromerzeugung zu verbrennen. Problematisch ist zudem die Versorgungslage zu sehen. Durch neue Projekte und Vertr\u00e4ge wie beispielsweise die \u201eOstsee-Pipeline\u201c nach Russland entstehen einseitige Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist demnach die Nutzung von Energiequellen aus dem Inland und aus L\u00e4ndern, die demokratischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien unterliegen. Wir sprechen uns entschieden gegen Pl\u00e4ne aus, die den Neubau von Kohlekraftwerken stoppen wollen. Strom soll aus Kohle erzeugt werden, jedoch in modernen und effektiven Kraftwerken mit gutem Wirkungsgrad und bester Technik. Die Idee, aufgrund eines Baustopps Strom in alten, uneffektiven Kraftwerken herzustellen und damit der Umwelt helfen zu wollen, ist geradezu absurd.<\/p>\n<h2><span id=\"Kernenergie\" class=\"mw-headline\"><u>Kernenergie<\/u><\/span><\/h2>\n<p><b>Dieser Abschnitt ist durch den aktuelleren Beschluss (Ausstieg aus dem &#8222;Ausstieg aus dem Atomausstieg&#8220;) vom LaKo 3\/2009 inhaltlich aufgehoben worden.<\/b><\/p>\n<h2><span id=\"Der_Strommarkt\" class=\"mw-headline\"><u>Der Strommarkt<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Die Energieversorgung ist nur dann auch verbraucherfreundlich, wenn auch sie den Regeln der sozialen Marktwirtschaft unterliegt. Das bedeutet f\u00fcr uns, dass gerade im Energiebereich ein Markt geschaffen werden muss. Nur ein fairer Wettbewerb um die Kunden kann diesen Anspruch gew\u00e4hrleisten. Es darf kein staatliches Monopol und auch kein privates Oligopol an Stromversorgern geben. Hier sind Regierung und Kartell\u00e4mter gefragt, f\u00fcr richtige Wettbewerbsbedingungen zu sorgen und Preisabsprachen etc. zu verhindern. Ebenso darf neuen Teilnehmern der Zugang zum Markt nicht erschwert werden. Dies gilt sowohl f\u00fcr Stromvertrieb als auch f\u00fcr Produktion. Markttransparenz und Flexibilit\u00e4t beim Anbieterwechsel sind Bedingungen f\u00fcr einen funktionierenden Strommarkt. Wir lehnen Subventionen bestimmter Quellen bei der Stromerzeugung ab, sprechen uns aber f\u00fcr die F\u00f6rderung von Forschung und Wissenschaft aus. Sozialtarife und Verg\u00fcnstigungsregelungen lehnen wir ebenso ab wie staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung, die \u00fcber das Ziel, einen funktionierenden Strommarkt zu schaffen, hinausgehen. Dar\u00fcber hinaus fordern die Jungen Liberalen Berlin eine strengere Regulierung des Stromnetzes. Kein Wettbewerber soll benachteiligt werden durch die momentane Oligopolstellung einiger weniger gro\u00dfer Anbieter. Auch muss dar\u00fcber nachgedacht werden, wie die nat\u00fcrlichen Monopole im Betrieb von \u00dcbertragungs- und Verteiler-Netzen reguliert werden. Die von der EU-Komm. gef\u00f6rderte Entflechtung gibt hierf\u00fcr den richtigen Weg vor. Eine Verstaatlichung zum jetzigen Zeitpunkt lehnen wir mit Blick auf bestehenden Investitionsbedarf ab.\u201c<\/p>\n<h2><span id=\"Fossile_Brennstoffe\" class=\"mw-headline\"><u>Fossile Brennstoffe<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas sind wertvolle Rohstoffe und auf der Erde in nur begrenzten Mengen verf\u00fcgbar. Wir w\u00fcnschen uns eine Abkehr von der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Fossile Brennstoffe sollen nicht verheizt werden sondern sind notwendige Rohstoffe f\u00fcr Kunststoff- und Medikamentenherstellung sowie zur Gewinnung von Kraftstoffen wie Benzin, Diesel, Kerosin und Heiz\u00f6l. Nur ein sparsamer Umgang mit diesen Stoffen kann auch f\u00fcr die Zukunft deren Verf\u00fcgbarkeit gew\u00e4hrleisten. Was die Verwendung fossiler Brennstoffe zum Antrieb von Schiffen, Fahr- und Flugzeugen angeht, setzen wir auf Einsparungen durch technischen Fortschritt und ein wachsendes Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung. Hier seien z.B. Hybridantriebe, Erg\u00e4nzungen durch Autogas, Erdgas oder Elektroantriebe zu nennen. Sparsamere Autos setzen sich durch, wenn der Verbrauch h\u00f6here Priorit\u00e4t beim Autokauf bekommt. Dies erreicht man durch bessere Aufkl\u00e4rung und in Zeiten steigender \u00d6l- und Spritpreise gewinnt diese Komponente unweigerlich an Bedeutung. Sondersteuern und staatliche Eingriffe lehnen wir auch hier ab. Auch beim Heizen unterst\u00fctzen wir die Intensivierung von Einsparm\u00f6glichkeiten, zum Beispiel modernen D\u00e4mmstoffen oder Kraft-W\u00e4rme-Pumpen.<\/p>\n<p>Die Julis fordern weiterhin die Abschaffung der \u00d6kosteuer, da diese eine reine Sonderabgabe ohne zweckdienlichen Hintergrund darstellt. Au\u00dferdem fordern wir, dass die Mehrwertsteuer nur auf den reinen Nettoanteil des Kraftstoffes entf\u00e4llt, nicht aber auf bereits zugrunde liegende Steuern wie die Mineral\u00f6lsteuer. Solche Doppelbesteuerungen sind unzul\u00e4ssig. Uns ist bewusst, dass weitergehende Steuersenkungen nicht zum gew\u00fcnschten Erfolg sinkender Preise f\u00fchren w\u00fcrden. Das Problem hierbei ist ebenso ein nicht funktionierender Markt. Die nationale Politik kann hier wenig ausrichten. Trotzdem ist es m\u00f6glich, z.B. Preistreiberei seitens der \u00d6lkonzerne und Absprachen entgegenzutreten. Wir sehen die Regierung nicht als F\u00f6rderer von Aktion\u00e4ren sondern in der Verpflichtung gegen\u00fcber den Verbrauchern. Kartell\u00e4mter und international zusammenarbeitende Regierungen m\u00fcssen, soweit ihnen das m\u00f6glich ist, diesen unliberalen Tendenzen entgegentreten. Ein echter Markt mit echtem Wettbewerb allein kann hier dem Verbraucher helfen. Weiterhin wollen wir hier an Anleger und Spekulanten appellieren. Es ist zutiefst unsozial, pers\u00f6nliche Gewinne durch Spekulationen oder \u00e4hnliches auf dem R\u00fccken der Verbraucher auszutragen. Rohstoffpreisen muss auch ein realer Wert zugrunde liegen. Preistreiberei durch Spekulationen k\u00f6nnen wir nicht guthei\u00dfen und fordern hier Verantwortungsbewusstsein und eine Wirtschafts-Ethik, gerade um einen funktionierenden Markt schaffen und erhalten zu k\u00f6nnen. Unser Ziel ist bezahlbare Energie f\u00fcr alle. Das bezieht sich nicht nur auf Kraftstoffe sondern auch sonstige Rohstoffe wie z.B. Metalle.<\/p>\n<h2><span id=\"Bio-Kraftstoffe\" class=\"mw-headline\"><u>Bio-Kraftstoffe<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen Berlin unterst\u00fctzen generell die Suche nach Alternativen zu bisher genannten Energiequellen. Verwertung von \u201eAbf\u00e4llen\u201c wie Biomasse, Holzpellets o.\u00c4. sind gute Anf\u00e4nge. Was aber nicht passieren darf, ist dass durch Subventionen diese Methoden ins absurde gef\u00fchrt werden, indem Beispielsweise Regenw\u00e4lder gerodet werden, um auf den Fl\u00e4chen scheinbar umweltfreundlichen Biosprit herzustellen. Ebenso darf die Produktion erneuerbarer Energielieferanten nicht zu Lasten der Lebensmittelproduktion gehen. Subventionen derartiger Vorg\u00e4nge sind sofort einzustellen. Ebenso sprechen wir uns gegen Techniken aus, die die Probleme nur \u00fcberdecken oder verlagern. Es ist z.B. nicht sinnvoll, Wasserstoff f\u00fcr Brennstoffzellen durch Aufwendung von Kohleenergie zu gewinnen oder Solarzellen herzustellen, die mehr Energie bei ihrer Herstellung verbrauchen, als sie in ihrer ganzen Lebensdauer liefern. F\u00f6rderungsw\u00fcrdig sind nur Techniken, die tats\u00e4chlich zu Einsparungen f\u00fchren.<\/p>\n<h2><span id=\"Energie_und_Gesellschaft\" class=\"mw-headline\"><u>Energie und Gesellschaft<\/u><\/span><\/h2>\n<p>Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn Energie in ihren Formen der breiten Masse der B\u00fcrger zu bezahlbaren Preisen zur Verf\u00fcgung steht. Als problematisch sehen wir hier auch eine Abzockermentalit\u00e4t seitens verantwortlicher Politiker. Wir lehnen die st\u00e4ndige Ausweitung von kostenpflichtigen Sonderregelungen ab. Das betrifft Dinge wie Umweltzonen, City-Mautgeb\u00fchren, Sonderplaketten, das duale M\u00fcllsystem etc., die den B\u00fcrgern nur zus\u00e4tzliche Belastungen bringen und deren positive Effekte mehr als fraglich sind. Weiterhin lehnen wir Ausnahmeregelungen wie z.B. Sozialtarife an Tankstellen oder beim Heizen ab, da diese wieder eine Mehrbelastung der B\u00fcrger darstellen und noch mehr Menschen so in Abh\u00e4ngigkeit hineintreiben. Wir w\u00fcnschen uns bessere Aufkl\u00e4rung der B\u00fcrger zur Schaffung von wirklichem Verst\u00e4ndnis der Problematik. Nur wer \u00fcber genug Wissen und Sachverstand verf\u00fcgt, kann sich frei zwischen den Optionen entscheiden. Aktionismus ist hier fehl am Platz. Die JuLis Berlin sprechen sich klar f\u00fcr Individualverkehr aus. \u00d6ffentlicher und individueller Verkehr m\u00fcssen gleichwertig nebeneinander existieren k\u00f6nnen. Keine der beiden Varianten darf bevorteilt oder bestraft werden. Wir sprechen uns f\u00fcr Anreizsysteme statt Sanktionen aus. Beispielsweise bef\u00fcrworten wir ein Anreizsystem f\u00fcr KFZ-Steuern, in denen Sparsamkeit, Kraftstoffart, Fahraufkommen und Umweltfreundlichkeit ber\u00fccksichtigt werden. So k\u00f6nnte jedes Auto einen Energiepass bekommen, an dem sich nach bestimmten Kriterien die KFZ-Steuer orientiert. Dies sollte jedoch innerhalb verschiedenener Fahrzeugklassen geschehen. Dass ein hochmotorisierter Sportwagen h\u00f6here Schadstoffemissionen als ein Kleinwagen hat, ist in der Natur der Sache begr\u00fcndet. Eine Kategorisierung nach Klassen w\u00fcrde innerhalb dieser f\u00fcr einen fairen Wettbewerb sorgen, eine gleiche Behandlung aller Fahrzeuge w\u00e4re eine Wettbewerbsverzerrung und h\u00e4tte Arbeitsplatz vernichtenden Charakter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis 1Vorwort 2Elektrischer Strom 3Versorgung 4Kernenergie 5Der Strommarkt 6Fossile Brennstoffe 7Bio-Kraftstoffe 8Energie und Gesellschaft Vorwort In Zeiten starker wirtschaftlicher und technologischer Entwicklung nimmt das Thema Energie einen immer gr\u00f6\u00dferen Stellenwert in der Gesellschaft ein. Der Bedarf und zugleich die Abh\u00e4ngigkeit von Energieversorgung steigen stetig. Dabei nimmt auch die Komplexit\u00e4t des Energiebedarfs st\u00e4ndig zu. 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