{"id":720,"date":"2011-08-31T13:28:21","date_gmt":"2011-08-31T11:28:21","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin.multisite.julis.de\/?post_type=resolution&amp;p=720"},"modified":"2011-08-31T13:28:21","modified_gmt":"2011-08-31T11:28:21","slug":"berlin-gefaellt-mir","status":"publish","type":"resolution","link":"https:\/\/regio.julis.de\/berlin-alt\/beschlusssammlung\/berlin-gefaellt-mir\/","title":{"rendered":"Berlin gef\u00e4llt mir!"},"content":{"rendered":"<p>Berlin ist eine faszinierende Stadt. Nicht allein die wechselhafte Geschichte, vielmehr das heutige Berlin mit seinen zahlreichen Angeboten zieht jedes Jahr zigtausende von Menschen an. In keiner anderen deutschen Stadt kann jeder so gut \u201eseine\u201c Stadt und seine Nische finden. Ob gutb\u00fcrgerliche Milieus wie Zehlendorf oder Westend, alternative Szenen wie in Friedrichshain und Kreuzberg oder aber die multikulturellen Kieze im Wedding oder Rixdorf: gerade dieser Facettenreichtum macht den Reiz und die Chancen Berlins aus.<\/p>\n<p>Umso trauriger ist, dass Berlin seit Jahrzehnten unter Wert regiert wird. Eine l\u00e4hmende B\u00fcrokratie g\u00e4ngelt Wirtschaft und Kreative zugleich, marode Schulen gef\u00e4hrden die Zukunftschancen unserer Kinder und eine auf Alimentierung setzende Sozialpolitik arrangiert sich mit wachsender Armut.<\/p>\n<p>Es ist Zeit, dass der Senat von Berlin auch wieder perspektivisch denkt und die zweifelsohne schwierige Situation der Stadt nicht etwa nur durch das Einklagen von weiteren Finanzhilfen vorm Bundesverfassungsgericht angeht. Die kommenden Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen bieten daf\u00fcr eine Chance. Wir Jungen Liberalen haben die besseren Antworten und formulieren 10 Hauptforderungen an den zuk\u00fcnftigen Berliner Senat und insbesondere auch die zuk\u00fcnftige Abgeordnetenhausfraktion der Berliner FDP.<\/p>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_f.C3.BCr_alle_da.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist f\u00fcr alle da!<\/span><\/h2>\n<p>Der Reiz Berlins wird durch seine Vielseitigkeit bestimmt. Ob Mann oder Frau &#8211; ob jung oder alt &#8211; ob schwul oder hetero &#8211; ob alternativ oder b\u00fcrgerlich \u2013 alle Menschen sind in Berlin zu Haus und haben das Recht, diese Stadt als ihre Stadt zu betrachten. Mit Erschrecken nehmen wir zur Kenntnis, dass sich einzelne Gruppen nunmehr gegen Zuz\u00fcgler aus anderen Bundesl\u00e4ndern (z.B. Schwaben), anderen Einkommensschichten (z.B. K\u00e4ufer von Eigentumswohnungen) oder sogar schon Besuchern (Tourismusbashing in Kreuzberg) wenden und diese mitunter gewaltsam vertreiben wollen. Wir treten f\u00fcr ein Berlin ein, in dem jeder das Recht hat sich heimisch zu f\u00fchlen &#8211; aber auch die Pflicht hat, andere Weltanschauungen zu respektieren.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>einen verst\u00e4rkten und koordinierten Einsatz gegen Brandstiftung an Autos und Gewalt von Linksextremisten. Linke Gewalt ist nicht zu verharmlosen. Sie spricht, wie Rechtsextremismus, Menschen das Recht ab, in Berlin zu leben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine koordinierte Strategie zur umfassenden Bek\u00e4mpfung aller rechtsradikalen Umtriebe. Es kann nicht sein, dass sich Menschen mit erkennbar anderer ethnischer Herkunft nicht in bestimmte Berliner Bezirke trauen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine klare Ablehnung des Feindbilds Gentrifizierung. Wenn Menschen in einen Bezirk ziehen wollen, dann ist das ihr gutes Recht. Die bef\u00fcrchtete Verdr\u00e4ngung langj\u00e4hriger Einwohner wird durch das soziale Mietrecht ausreichend erschwert. Es gibt jedoch keinen Rechtsanspruch auf g\u00fcnstigen Wohnraum im gew\u00fcnschten Kiez.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und die mitunter notwendige Durchsetzung dieser durch die staatlichen Organe. Wir lehnen die Thesen eines Thilo Sarrazin ab, werden jedoch nicht akzeptieren, dass dieser gewaltsam aus Kreuzberg vertrieben wird.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Verzicht auf eine Bettensteuer zur staatlichen Abzocke von Touristen<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_tolerant.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist tolerant!<\/span><\/h2>\n<p>In keiner anderen deutschen Stadt ist die Bev\u00f6lkerung so vielf\u00e4ltig wie in Berlin. Menschen aus \u00fcber 190 L\u00e4ndern leben hier friedlich zusammen. Trotzdem bestehen Tendenzen, Menschen mit Migrationshintergrund einerseits zu diskriminieren, andererseits bestehen in bestimmten Kiezen ebenso Tendenzen, Wertevorstellungen aus den Heimatkulturen gewaltsam durchzusetzen. Beides ist f\u00fcr uns nicht akzeptabel. Toleranz bedeutet f\u00fcr uns, dass jeder Mensch die Eigenarten und Vorlieben von anderen zu akzeptieren hat, solange nicht in die Freiheit Dritter eingegriffen wird. Genauso wie wir das Recht, den Glauben frei zu w\u00e4hlen, achten und im Notfall auch durchgesetzt wissen wollen, erwarten wir umgekehrt, dass z.B. die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie Schwulen, Lesben und Transgender akzeptiert wird.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>die Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols auch in Problemkiezen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die konsequente Ahndung und Verfolgung von erzwungenen Hochzeiten; der von der Bundesregierung geplante Straftatbestand zur Zwangsverheiratung ist hierf\u00fcr ein wichtiges Instrument.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fcgung von wertneutraler Religionskunde in das gemeinsame Unterrichtsfach Ethik.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>keine M\u00f6glichkeit der Abmeldung vom Sport-, Schwimm- und Sexualkundeunterricht.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>keine einseitige Bevorzugung von Menschen mit Migrationshintergrund im \u00d6ffentlichen Dienst.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das kommunale Wahlrecht auch f\u00fcr Nicht-EU-Ausl\u00e4nder.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Erm\u00f6glichung von doppelten oder auch multinationalen Staatsb\u00fcrgerschaften \u2013 die Beibehaltung der Staatsb\u00fcrgerschaft des Herkunftslandes soll nicht l\u00e4nger den Erhalt der deutschen Staatsb\u00fcrgerschaft verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_arbeitet.21\" class=\"mw-headline\">Berlin arbeitet!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin hat gro\u00dfe Potentiale und die m\u00f6chten wir nutzen. 9 Jahre unter Rot-Rot haben gezeigt, dass es so nicht weitergehen darf. Die gro\u00dfen Probleme Berlins werden nicht angepackt, so ist Berlin mit einer Arbeitslosenquote von 13,6% Schlusslicht im Bundesvergleich. Wir m\u00fcssen endlich aufh\u00f6ren zu glauben, der Staat sei der bessere Unternehmer. Der Staat muss Rahmenbedingungen schaffen und Unternehmer dabei unterst\u00fctzen, Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen, anstatt selbst Programme wie den \u00d6ffentlichen Besch\u00e4ftigungssektor aufzulegen. Wir haben Vertrauen in die Menschen. Wir wollen Gestaltungsspielr\u00e4ume f\u00fcr mehr Kreativit\u00e4t und Dynamik. Berlin kann mehr als diese Regierung unser Stadt zutraut.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fchrung des \u201eB\u00fcrgergeldes\u201c als Ersatz f\u00fcr \u201eHartz IV\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine Neuausrichtung der Berliner Wirtschaftspolitik auf Grundlage einer umweltfreundlichen, sozialen Marktwirtschaft mit mehr Freir\u00e4umen und M\u00f6glichkeit zu wirtschaftlichem Handeln.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung und einen effektiven B\u00fcrokratieabbau, einen Staat als Dienstleister f\u00fcr seine B\u00fcrger.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die F\u00f6rderung der Ansiedlung neuer Firmen, z.B. aus den Branchen Kreativwirtschaft, Informationstechnologie\/Medien, Logistik\/Verkehr, Biotech\/Gesundheit.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Programm zur F\u00f6rderung von Gr\u00fcndern mit festen Anlaufstellen in jedem Bezirk.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Ansiedlung weiterer Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfe im Raum Mediaspree zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung des teuren und wirkungslosen \u00d6ffentlichen Besch\u00e4ftigungssektors.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Nein zu fl\u00e4chendeckenden staatlich verordneten Mindestl\u00f6hnen und eine St\u00e4rkung der Tarifautonomie.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_frei.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist frei!<\/span><\/h2>\n<p>Freiheit ist f\u00fcr uns nicht nur die Abwehr von staatlichen Eingriffen in das Leben des Individuums sondern auch die Gew\u00e4hrleistung einer Infrastruktur, in der sich der Einzelne bestm\u00f6glich und individuell entfalten kann. Die staatlichen Organe haben einerseits die Sicherheit aller Menschen zu gew\u00e4hrleisten, gleichzeitig aber auch die Wahrnehmung der Freiheitsrechte nicht zu behindern und mitunter ebenfalls durchzusetzen. Die Meinungsvielfalt der Berliner f\u00fchrt insofern auch zu Konflikten, w\u00e4hrend jedoch die staatlichen Organe, insbesondere die Polizei, h\u00e4ufig nicht verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig reagiert. Auch die Justiz ist nicht effektiv genug, um einen Vertrauensverlust in die rechtsstaatlichen Organe zu verhindern.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Modernisierung der polizeilichen Ausstattung, insbesondere im Bereich der Funktechnik.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Verzicht auf unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Ma\u00dfnahmen wie Vorratsdatenspeicherung und Internetzensur.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine Evaluierung und darauffolgend Verbesserung der Verfahrensdauern an den Berliner Gerichten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine Beschleunigung der Jugendstrafverfahren, damit eine etwaige Sanktion auch im zeitlichen Zusammenhang zur Tat steht und ihren p\u00e4dagogischen Zweck erreicht.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die sofortige L\u00f6schung von eingestellten Ermittlungsverfahren im polizeilichen Informationsdienst POLIKS zur Vermeidung einer faktischen Umkehr der Unschuldsvermutung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Verzicht auf fl\u00e4chendeckende Video\u00fcberwachung und stattdessen den Einsatz von Notfallkn\u00f6pfen zur anlassbezogenen Erstellung von Videoaufzeichnungen in U- und S-Bahnh\u00f6fen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die tats\u00e4chliche Einhaltung des Richtervorbehalts bei Ermittlungsma\u00dfnahmen (z.B. Wohnungsdurchsuchungen) durch Erh\u00f6hung der Begr\u00fcndungsanfordernisse<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fchrung von Kumulieren (Stimmenh\u00e4ufung) und Panaschieren (Stimmenverteilung auf mehrere Listen) bei Berliner Wahlen wie in Hamburg.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_schlau.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist schlau!<\/span><\/h2>\n<p>Bildung ist die Investition in die Zukunft unserer Stadt und Gesellschaft und damit die wichtigste Aufgabe des Staates. Berlin hat bundesweit die h\u00f6chsten Bildungsausgaben, findet sich aber bei Bildungsrankings regelm\u00e4\u00dfig auf den hinteren Pl\u00e4tzen wieder. Diese ineffiziente und ineffektive Bildungspolitik von Rot-Rot muss abgestraft werden. Wir vergeben die Note mangelhaft, eine Versetzung ist ausgeschlossen. In Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels brauchen wir kluge K\u00f6pfe und eine solide Ausbildung der Kinder dieser Stadt. Deshalb fordern wir Vielfalt in der Bildungslandschaft und individuelle F\u00f6rderung jedes Einzelnen. Gleichmacherei und Schulsozialismus lehnen wir ab.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>den Erhalt des Gymnasiums anstatt der verpflichtenden Einheitsschule f\u00fcr alle.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>mehr organisatorische Gestaltungsfreiheit f\u00fcr die Bildungseinrichtungen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Nein zu einer allgemeinen Kita-Pflicht, die verfassungswidrig w\u00e4re, und stattdessen eine verbindliche Start-Klasse f\u00fcr alle Kinder vor Eintritt in die 1. Klasse.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine R\u00fccknahme des verpflichtenden jahrgangs\u00fcbergreifenden Lernens (J\u00dcL). Schulen sollen J\u00dcL, wenn vor Ort gew\u00fcnscht, auf freiwilliger Basis durchf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das Modell der \u201eB\u00fcrgerschule\u201c f\u00fcr mehr Eigenverantwortung f\u00fcr Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft \u2013 die entgeltfreie \u201ePrivatschule\u201c f\u00fcr alle.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung des willk\u00fcrlichen Losverfahrens bei der Zulassung zum Gymnasium.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Verzicht auf verpflichtende Schuleinzugsbereiche.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung des absoluten Kooperationsverbotes f\u00fcr Bund und L\u00e4nder zur Finanzierung der Bildungsinfrastruktur.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Hochschulfreiheitsgesetz f\u00fcr mehr Planungssicherheit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_reich.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist reich!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin ist reich, und zwar an Potentialen und kreativen K\u00f6pfen. Dieser Reichtum kann und muss sich mittelfristig auch in der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit der Stadt widerspiegeln. Dass Berlin zum Touristenmagnet und Treffpunkt der vielf\u00e4ltigen K\u00fcnstler- und Kulturszene wird, begr\u00fc\u00dfen wir ausdr\u00fccklich. Nicht Industrie und produzierendes Gewerbe werden zuk\u00fcnftig die Haupteinnahmequellen der Stadt sein, sondern vielmehr die Kreativwirtschaft, die Berlin gerade so interessant auch f\u00fcr Besucher macht. Die staatlichen Beh\u00f6rden haben in der Vergangenheit jedoch zu oft versucht, neue Initiativen b\u00fcrokratisch zu behindern.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>den koordinierten Einsatz privater Mittel bei der Kultur- und Kreativwirtschaftsf\u00f6rderung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Anerkennung ausl\u00e4ndischer Abschl\u00fcsse sowie einen Rechtsanspruch auf Durchf\u00fchrung einer Gleichwertigkeitspr\u00fcfung, damit auch Menschen mit ausl\u00e4ndischen Abschl\u00fcssen selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung vergabefremder und politisch motivierter Kriterien aus dem Berliner Vergabegesetz, damit auch kleine Unternehmen die Chance auf Erhalt \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge haben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die weitestgehende Lockerung der Laden\u00f6ffnungszeiten auch an Sonntagen, damit der jeweilige Ladeninhaber und nicht die Verwaltung entscheidet, wann ge\u00f6ffnet sein kann.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer oder vergleichbaren Kammern.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die mittelfristige Reduzierung der Gewerbesteuer auf das Niveau des Umlandes.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine bessere und zielgerichtete Unterst\u00fctzung f\u00fcr ALGII-Bezieher, die sich selbstst\u00e4ndig machen wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_nachhaltig.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist nachhaltig!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin ist gr\u00fcn, aber nicht Gr\u00fcn! Wir Liberale stehen f\u00fcr wirkungsvollen Umweltschutz, weil Umweltschutz nachhaltig und generationengerecht ist. Im Gegensatz zu den Gr\u00fcnen wollen wir aber keine \u00d6kodiktatur. Wir stellen uns nicht aus ideologischen Gr\u00fcnden gegen den Ausbau der A100, obwohl diese Umwelt und Innenstadt entlasten w\u00fcrde. Wir stehen f\u00fcr einen pragmatischen Umweltschutz, bei dem jedem B\u00fcrger die Wahl des Verkehrsmittels selbst \u00fcberlassen wird. Wir sind gegen eine Symbolpolitik, bei der eine teure \u201eUmweltzone\u201c eingef\u00fchrt wird und diese keinen messbaren Erfolg nachweisen kann. Wir wissen, dass der Strom zwar aus der Steckdose kommt, dieser aber auch dort hinein muss. Wir wollen eine vern\u00fcnftige Energiepolitik, bei der Energie auch morgen noch bezahlbar bleibt.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>die Abschaffung der sinnlosen Umweltzone \u2013 zur wirksamen Feinstaubbek\u00e4mpfung setzen wir vielmehr auf eine konsequente Stra\u00dfenbegr\u00fcnung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung f\u00fcr Berlin.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fchrung der notwendigen technischen Standards f\u00fcr das intelligente Stromnetz, sogenannter \u201eSmart Grids\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Neuvergabe der Konzessionsvertr\u00e4ge f\u00fcr Fernw\u00e4rme, Gas und Strom im Wettbewerb f\u00fcr einen maximalen Zeitraum von 15 Jahren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>ein Nein zur Gr\u00fcndung eines \u201eStadtwerks\u201c \u2013 der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Ausbau eines vielf\u00e4ltigen und effizienten Verkehrssystems und keine ideologische Konzentration auf einzelne Verkehrstr\u00e4ger.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Einf\u00fchrung eines Verbandsklagerechts f\u00fcr anerkannte Tierschutzvereine nach Bremer Vorbild zur effektiven Durchsetzung des Tierschutzes.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die Abschaffung der unwissenschaftlichen Rasseliste im Berliner Hundegesetz und stattdessen die Einf\u00fchrung eines Hundef\u00fchrerscheins f\u00fcr alle Halter von Hunden ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_rockt.21\" class=\"mw-headline\">Berlin rockt!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin rockt, Berlin rollt. Berlin ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine Club- und Kulturszene: von edel bis abgeranzt, von Punk bis Klassik. Jeder findet in Berlin, wonach ihm gerade der Sinn steht. Mit Events wie der BERLINALE und der BERLIN FASHION WEEK oder den Berliner Philharmonikern macht Berlin auch auf internationalem Parkett neben den ganz Gro\u00dfen eine gute Figur. Diesen Kulturschatz gilt es zu bewahren und zu f\u00f6rdern!<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausnahmeregelungen beim L\u00e4rmschutzgesetz f\u00fcr Clubs (z.B. im Kiez \u201eSO36\u201c)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die St\u00e4rkung des ehrenamtlichen Engagements durch Verleihung von Sachpreisen sowie Zurverf\u00fcgungstellung von kostenlosen \u00d6PNV-Karten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die unb\u00fcrokratische Zurverf\u00fcgungstellung von R\u00e4umen und Fl\u00e4chen f\u00fcr die sog. \u201eOff-Szene\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die berlinweite Einf\u00fchrung einer Negativliste f\u00fcr hygienisch nicht einwandfreie Lokale nach Pankower Vorbild.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine weniger b\u00fcrokratische Vorgehensweise der Ordnungs\u00e4mter gegen\u00fcber den zahlreichen Clubs der Stadt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Verzicht auf populistische Verbotsforderungen, z.B. f\u00fcr Bierbikes oder Alkoholgenuss auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_kann_mobil.21\" class=\"mw-headline\">Berlin kann mobil!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin ist eine pulsierende und wachsende Stadt. Darum braucht unsere Stadt ein leistungsf\u00e4higes und vielschichtiges Verkehrsnetz, das es jedem erm\u00f6glicht, schnell und g\u00fcnstig zu seinem gew\u00fcnschten Zielort zu kommen. Das allj\u00e4hrliche Desaster der Berliner S-Bahn ist eine Blamage f\u00fcr den rot-roten Senat und zeigt: Das Land Berlin ist ein schlechter Verkehrsunternehmer. Wir bekennen uns zum Individualverkehr und bevormunden keinen B\u00fcrger in der Wahl seines Verkehrsmittels. Nur ein Mix aus verschiedenen Verkehrstr\u00e4gern gew\u00e4hrleistet jedem Berliner gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>eine gute und der Hauptstadt angemessene Verkehrsanbindung an den neuen Gro\u00dfflughafen BER \u2013 es kann nicht sein, dass der S- und Fernbahnanschluss erst Jahre nach Er\u00f6ffnung fertiggestellt sein wird. Vielmehr muss eine zeitnahe Anbindung Priorit\u00e4t bekommen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den Ausbau der A100, um auch einen vern\u00fcnftigen Autobahnanschluss der Ostbezirke zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>den weiteren Ausbau der Radwege.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die so weit als m\u00f6gliche Einf\u00fchrung der Gr\u00fcnen Welle auf den Hauptstra\u00dfen, gerade auch zur Vermeidung umweltsch\u00e4dlicher Emissionen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Barrierefreiheit im gesamten \u00d6PNV. Diese umfasst nicht nur Mobilit\u00e4ts- sondern auch H\u00f6r- und Sehbehinderte. Auch ist zeitnah an touristischen Schwerpunkten ein Angebot in englischer Sprache einzuf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>neue Kriterien f\u00fcr die Ausschreibung der Berliner S-Bahn im Jahr 2017, damit Qualit\u00e4t und Preis und nicht das bisherige Monopol der Deutschen Bahn AG entscheiden<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine effektive staatliche Kontrolle der S-Bahn-Betreibergesellschaft durch sinnvolle K\u00fcndigungs- und Vertragsstrafenvereinbarungen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Berlin_ist_jung.21\" class=\"mw-headline\">Berlin ist jung!<\/span><\/h2>\n<p>Berlin w\u00e4chst. Jedes Jahr zieht es mehr und vor allem junge Menschen in unsere Stadt. Darum ist es wichtig, dass wir nicht nur die berechtigten Interessen unserer \u00e4lteren Mitmenschen in den Blick nehmen, sondern auch die der jungen Generation in allen Politikfeldern ber\u00fccksichtigen. Die Berliner Gesellschaft muss kinderfreundlicher werden, denn nur die Erwachsenen von morgen werden den Wohlstand von heute halten und ausbauen.<\/p>\n<p>Die rot-rote Bildungspolitik ist ein schweres Los \u2013 nicht nur f\u00fcr Gymnasien. Wir treten f\u00fcr die individuelle F\u00f6rderung der Kinder, auch in Problemkiezen ein, und m\u00f6chten alle Schulformen in Berlin gleichberechtigt f\u00f6rdern. Gleichzeitig erkennen wir an, dass die Attraktivit\u00e4t Berlins auch auf der besonderen sozialen Durchmischung und vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungs-, insbesondere Mietkosten, beruht.<\/p>\n<p>Daher fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>den konsequenten Abbau der Berliner Staatsschulden durch Haushaltsdisziplin, Verkleinerung des \u00d6ffentlichen Dienstes und Privatisierung der staatlichen Wohnungsbaugesellschaften.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>das aktive Wahlrecht ab 16 auch f\u00fcr die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine bessere Mittelausstattung der Berliner Schulen, z.B. durch Erm\u00f6glichung von Public-Private-Partnerships (PPP).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die sukzessive Einf\u00fchrung einer kostenlosen Mittagsverpflegung f\u00fcr Sch\u00fcler bis zur 6. Klasse und den konsequenten Ausbau von Ganztagsschulangeboten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>die \u00d6ffnung von schulischen Sportpl\u00e4tzen zur Freizeitnutzung auch am Nachmittag, am Wochenende und in den Schulferien.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>eine bedarfsdeckende Nachmittagsbetreuung f\u00fcr Kinder und Jugendliche.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin ist eine faszinierende Stadt. Nicht allein die wechselhafte Geschichte, vielmehr das heutige Berlin mit seinen zahlreichen Angeboten zieht jedes Jahr zigtausende von Menschen an. In keiner anderen deutschen Stadt kann jeder so gut \u201eseine\u201c Stadt und seine Nische finden. 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