{"id":1022,"date":"2000-07-31T14:34:24","date_gmt":"2000-07-31T12:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin.multisite.julis.de\/?post_type=resolution&amp;p=1022"},"modified":"2000-07-31T14:34:24","modified_gmt":"2000-07-31T12:34:24","slug":"hochschulbildung","status":"publish","type":"resolution","link":"https:\/\/regio.julis.de\/berlin-alt\/beschlusssammlung\/hochschulbildung\/","title":{"rendered":"Hochschulbildung"},"content":{"rendered":"<h2>Autonomie der hochschulen<\/h2>\n<p>Die Hochschulen sollen frei entscheiden k\u00f6nnen, welche Probleme sie wie l\u00f6sen wollen, was sie lehren wollen und von wem, welche Studenten sie haben wollen, wie sie sich intern organisieren, und wie sie gedenken sich im entstehenden Wettbewerb untereinander zu behaupten.<\/p>\n<h2>die rolle des staates<\/h2>\n<p>Die Hochschulgesetzgebung ist auf ein Minimum zu reduzieren und setzt lediglich Mindeststandards fest. Staatliche Regeln gelten f\u00fcr private und staatliche Hochschulen gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<h2>hochschulfinanzierung<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen setzen sich zur Finanzierung der Hochschulen f\u00fcr sog. &#8222;Bildungsgutscheine&#8220; ein. Jeder Studienanf\u00e4nger erh\u00e4lt vom Staat ein festes Kontingent an Gutscheinen, die er bei Bedarf f\u00fcr Vorlesungen und sonstige Veranstaltungen der Hochschule einl\u00f6sen kann. Statt sachgebundener Leistungen sollen die Hochschulen Globalhaushalte erhalten, die sie selbst verwalten. Der Betrag f\u00fcr die eingel\u00f6sten Scheine flie\u00dft in den Globalhaushalt der Hochschule. Damit werden die Einnahmen der Hochschulen an die Studienentscheidung der Studierenden gekoppelt. Universit\u00e4tsfremde Leistungen wie z.B. Druck und Technischer Dienst sollten von externen Unternehmen durchgef\u00fchrt werden, sofern diese kosteng\u00fcnstiger arbeiten k\u00f6nnen.Die kameralistische Haushaltsf\u00fchrung sollte auf die kaufm\u00e4nnische Buchf\u00fchrung umgestellt werden.<\/p>\n<h2>entb\u00fcrokratisierung von entscheidungsstrukturen<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen fordern die Hochschulen auf, eine Verschlankung der hochschulinternen B\u00fcro\u00ackratie vorzunehmen. Ein professionelles Management sollte gew\u00e4hrleisten, da\u00df die Globalmittel sinn\u00acvoll nach \u00f6konomischen Ma\u00dfst\u00e4ben eingesetzt werden.<\/p>\n<h2>privatwirtschaftliches engagement und hochschulsponsoring<\/h2>\n<p>Werbung und Sponsoring sollte in Hochschulen kein Tabu sein. Auch fordern die Jungen Liberalen eine weitere \u00d6ffnung der Hochschulen f\u00fcr privatwirtschaftliche Auftragsforschungsprojekte, um die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren<\/p>\n<h2>neuregelung des dienstrechtes<\/h2>\n<p>Die Hochschulen m\u00fcssen die volle Personalverantwortung haben, einschlie\u00dflich der Besetzung der Lehrst\u00fchle, Einstellungen und Entlassungen sowie Fragen der Bezahlung. Auf die Verbeamtung von Professoren ist zuk\u00fcnftig zu verzichten. Zuschl\u00e4ge sollten gew\u00e4hrt werden f\u00fcr positive Beurteilung von Lehrleistungen durch externe und\/oder studentische Evaluation oder f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichung von Forschungsleistungen.<\/p>\n<h2>verbindung von forschung und lehre<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen halten die Verbindung von Forschung und Lehre f\u00fcr einen grundlegenden Vorteil des deutschen Hochschulsystems. Reine Lehrprofessuren in Abgrenzung zu reinen Forschungsprofessuren lehnen die Julis daher ab.<\/p>\n<h2>finanzierung des eigenen studiums<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen fordern zur Finanzierung des Studiums die Abl\u00f6sung des BAf\u00f6G durch dasDrei-K\u00f6rbe-Modell: 400 DM pro Monat elternunabh\u00e4ngiges staatliches Stipendium Bis zu 400 DM unverzinsliches Darlehen je nach Einkommen der Eltern Bis zu 350 DM zur besonderen Unterst\u00fctzung. Die Jungen Liberalen sehen darin die Chance, einen ersten Schritt zum B\u00fcrgergeld zu verwirklichen.<\/p>\n<h2>zugangsechtigung<\/h2>\n<p>Die Zentralstelle f\u00fcr die Vergabe von Studienpl\u00e4tzen (ZVS) ist abzuschaffen. Bei der Auswahl der Studierenden entscheidet allein die Hochschule nach transparenten Verfahren, die von der einzelnen Hochschule verbindlich festgelegt sind. Das Abitur bleibt jedoch grunds\u00e4tzlich die Voraussetzung f\u00fcr den Hochschulzugang.<\/p>\n<h2>orientierungsjahr<\/h2>\n<p>Um einerseits den Studierenden die M\u00f6glichkeit zu geben, ihre Studierf\u00e4higkeit und das Studienfach zu pr\u00fcfen, und um andererseits den Hochschulen die M\u00f6glichkeit zu geben, ihre neuen Studenten zu beurteilen, fordern die Jungen Liberalen die Universit\u00e4ten auf, das erste Studienjahr als Orientierungsjahr anzubieten. 22 In diesem Jahr sollen die Studierenden die M\u00f6glichkeit bekommen, Lehrveranstaltungen aus dem gesamten Lehrangebot der Universit\u00e4t wahrzunehmen und im Rahmen eines Credit-Point-Systems als Studienleistung anerkannt zu bekommen. Die f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung des Studiums erforderliche Gesamtleistung in diesem Jahr legt die Universit\u00e4t fest.<\/p>\n<h2>automatischer Internet-Zugang f\u00fcr studenten<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen fordern die Hochschulen auf, bei der Immatrikulation jedem Studenten einen kostenlosen Internetaccount zu geben, den er, solange er studiert, beh\u00e4lt. Das Angebot der Rechenzentren sollte ausgebaut werden.<\/p>\n<h2>europ\u00e4ische bildungspolitik<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen fordern eine politische Initiative und entsprechende F\u00f6rdermittel der EU, um das Zusammenwachsen Europas zu beschleunigen. Zwei besonders wichtige Punkte sind aus Sicht der Jungen Liberalen zum einen die Ausweitung von Austauschprogrammen. Diese sollen jedem zug\u00e4nglich sein und auch zum Spracherwerb dienen k\u00f6nnen. Zweitens sollen Hochschulen oder auch einzelne Fakult\u00e4ten Anreize bekommen sich zu konkurrierenden europ\u00e4ischen Netzwerken zusammenzuschlie\u00dfen, Austauschprogramme zu organisieren, Studienabschnittsleistungen untereinander anzuerkennen (z.B. durch die Einf\u00fchrung von Credit-Point-Systems) und gemeinsam neue Konzepte zur Verbesserung der Hochschullandschaft auf kleinster Ebene umzusetzen.<\/p>\n<h2>einf\u00fchrung von bachelor-und Master-abschl\u00fcssen<\/h2>\n<p>Welche Studienangebote und -abschl\u00fcsse sinnvoll sind, entscheidet allein die Hochschule. Die Jungen Liberalen fordern jedoch die Hochschulen auf, zus\u00e4tzlich den Bachelor und Master anzubieten.Der Bachelor w\u00e4re nach dem Vordiplom und einem Praxisjahr in der Universit\u00e4t oder auf einer Fachhochschule zu erwerben. Der Master w\u00e4re ein wissenschaftlich orientierter Abschlu\u00df erg\u00e4nzend zum Diplom. Die internationale Vergleichbarkeit ist durch Akredditierungskommissionen anzustreben. Die Anerkennung der Abschl\u00fcsse mu\u00df gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\n<h2>modulare Ausbildung<\/h2>\n<p>Die Jungen Liberalen fordern die Hochschulen auf, auch f\u00fcr Studienabschnitte Abschlu\u00dfzeugnisse zu vergeben. Einzelne Abschnitte k\u00f6nnten auch von Studenten absolviert werden, die in einem anderen Fach immatrikuliert sind, oder der Weiterbildung Externer dienen. Lebenslanges Lernen sollte in der Universit\u00e4t m\u00f6glich sein. Alle vorhergehenden Forderungen gelten f\u00fcr Fachhochschulen in gleicher Weise.<\/p>\n<h2>finanzierung<\/h2>\n<p>Es ist eine Aufgabe des Staates seinen B\u00fcrgern die bestm\u00f6gliche Ausbildung gew\u00e4hrleisten. Die Jungen Liberalen fordern eine Verdopplung des Bildungsetats in den n\u00e4chsten 3 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autonomie der hochschulen Die Hochschulen sollen frei entscheiden k\u00f6nnen, welche Probleme sie wie l\u00f6sen wollen, was sie lehren wollen und von wem, welche Studenten sie haben wollen, wie sie sich intern organisieren, und wie sie gedenken sich im entstehenden Wettbewerb untereinander zu behaupten. die rolle des staates Die Hochschulgesetzgebung ist auf ein Minimum zu reduzieren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"template":"","resolution_organ":[420],"resolution_category":[416],"class_list":["post-1022","resolution","type-resolution","status-publish","hentry","resolution_organ-landeskongress-2000-ii","resolution_category-bildung-und-wissenschaft"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Hochschulbildung - Junge Liberale Berlin<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/regio.julis.de\/berlin-alt\/beschlusssammlung\/hochschulbildung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Hochschulbildung - 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